FAQs

Vereinsorganisation

Was macht Seelenpflaster eigentlich genau?


Seelenpflaster trägt dazu bei, dass psychisch kranke Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien notwendige Therapie erhalten. Mithilfe von Spendengeldern ersetzen wir einerseits entstehende Therapiekosten und andererseits bemühen wir uns durch Öffentlichkeitsarbeit um eine positivere gesellschaftliche Bewertung psychischer Erkrankungen.




Macht ihr das ehrenamtlich?


Ja.

Wir sind ausschließlich ehrenamtlich tätig. Seelenpflaster zahlt weder uns, als Vorstandsmitgliedern, noch irgendwelchen anderen Personen ein Gehalt aus. Gespendete Gelder kommen dadurch bei den betroffenen Kindern und Jugendlichen an.




Wie seid ihr auf die Idee gekommen?


Mehr zur Entstehung von Seelenpflaster kannst du hier im Blogartikel „Wie alles begann“ lesen.




Wer seid ihr?


Mehr über uns, den Seelenpflaster Vorstand, erfährst du hier.





Therapie

Macht ihr die Therapien selbst?


Nein.

Wir führen eine Liste von Seelenpflaster-Therapeut*innen, welche fortlaufend erweitert und aktualisiert wird. Diese sind nicht bei uns angestellt, sondern selbstständig, in freier Praxis tätig. Seelenpflaster-Therapeut*innen erfüllen eine Reihe transparent festgelegter Qualifikationskriterien.




Wer macht die Therapien?


Seelenpflaster-Therapeut*innen sind ausgebildete Psychotherapeut*innen und/oder Klinische Psycholog*innen, die mehrjährige Berufserfahrung in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien aufweisen. Idealerweise haben sie auch ein Zusatzdiplom „Säuglings-, Kinder und Jugendpsychotherapie“ bzw. „Kinder-, Jugend- und Familienpsychologie“. Je nach Region können mehr oder weniger Therapeut*innen zur Verfügung stehen, die all diese Kriterien erfüllen. Wenn zu einem bestimmen Zeitpunkt keine Therapeutin/kein Therapeut, die/der alle Kriterien erfüllt, einen Therapieplatz anbieten kann, kann das Qualifikationskriterium des Zusatzdiploms entfallen. Erfahrung in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien muss aber in allen Fällen vorhanden sein, genauso wie natürlich die entsprechende Berufsausbildung (bei Psycholog*innen ist auch die postgraduelle Ausbildung „Klinische Psychologie“ ein Muss-Kriterium).




Kann ich die Therapie bei meinem eigenen Therapeuten/bei meiner eigenen Therapeutin weiterführen?


Wenn du bereits positive Erfahrungen mit einer Therapeutin/einem Therapeuten gemacht hast und die Therapie gerne fortsetzen möchtest, unterstützen wir das. Auch wenn du in der Vergangenheit bereits gute Erfahrungen mit einer bestimmten Person gemacht hast, kannst du uns dies mitteilen. Nach Möglichkeit berücksichtigen wir das.

Was wir nicht empfehlen, sind Therapeut*innen, bei denen bereits ein anderes Familienmitglied in Therapie war/ist. Wir wollen, dass jedes Kind und jede*r Jugendliche eine eigene Therapeutin/einen eigenen Therapeuten hat, die wirklich nur für ihre/seine Anliegen da ist. Ausnahme sind sog. Familientherapien, d.h. Therapien, die von Anfang an so geplant sind, dass immer mehrere Familienmitglieder teilnehmen.




Was wird finanziell unterstützt?


Wir decken die Kosten von Psychotherapie oder klinisch-psychologischer Behandlung. In manchen Fällen kann auch eine Familientherapie, also eine Therapie mit Teilnahme mehrerer Familienmitglieder angezeigt sein. Auch hieraus entstehende Therapiekosten können wir finanziell decken. Andere Behandlungsformen, wie z.B. tiergestützter Therapie, Ergotherapie, Logopädie, etc., werden von uns vorerst nicht finanziell unterstützt.




Wie lange kann die Therapie in Anspruch genommen werden?


Grundsätzlich kann die Therapie und auch die finanzielle Unterstützung durch Seelenpflaster so lang in Anspruch genommen werden, wie sie benötigt wird. Uns ist es wichtig, dass Kinder und Jugendliche mit psychischer Erkrankung die Psychotherapie als sicher und verlässlich erleben. Denn genau in diesem Bereich haben sie in ihrem bisherigen Leben oft Mangelerfahrungen gemacht. Für die meisten Betroffenen wäre es fatal, wenn es während der Therapie zu einem Abbruch kommen müsste. Daher gibt es bei Seelenpflaster kein maximales Kontingent an finanzierbaren Therapieeinheiten. Voraussetzung ist, die regelmäßige Teilnahme an der Therapie.





Seelenpflaster unterstützen

Wie kann ich mithelfen?


Mehr Info dazu, wie du Seelenpflaster und vor allem Kindern und Jugendlichen mit psychischen Erkrankungen helfen kannst, findest du hier.




Sind meine Spenden steuerlich absetzbar?


Spenden an Vereine, die mildtätige Zwecke verfolgen – wie Seelenpflaster – , sind abzugsfähig, wenn sie mit Bescheid als begünstigte Einrichtung anerkannt und in der Liste begünstigter Einrichtungen eingetragen sind. Für die Aufnahme in diese Liste sind gewisse Voraussetzungen zu erfüllen. Seelenpflaster ist zu jung, um diese formalen Voraussetzungen schon erfüllen zu können. Das ändert jedoch nichts daran, dass deine Spende bei den Betroffenen zweckmäßig ankommt. Deine Hilfe schenkt den Kindern und Jugendlichen Entwicklungschancen.





Seelenpflaster Netzwerk

Wer gehört zum Seelenpflaster-Netzwerk?


Wir sprechen Personen und Institutionen an, die in Beratung oder Therapie von Kindern und Jugendlichen tätig sind oder diese unterstützen. Das sind z.B. Sozialberatungsstellen, Fach- und Hausärzt*innen, Therapeut*innen, stationäre Einrichtungen, Charity-Kooperationspartner*innen etc.

Wir glauben an ein Miteinander – gerne stellen wir Informationsmaterialien für deine Räumlichkeiten zur Verfügung. Wir freuen uns auf deine Kontaktaufnahme.




Wie kann ich Seelenpflaster-Therapeut*in werden?


Wir freuen uns über ein lebendiges Netzwerk, das den Vereinszweck unterstützt. Bitte kontaktiere uns direkt, damit wir uns persönlich austauschen können.





Unterstützungsbedarf

Wer erhält die finanzielle Unterstützung?


Finanzielle Unterstützung von Seelenpflaster erhalten Kinder und Jugendliche mit einer psychischen Erkrankung. Diese muss von einer Ärztin/einem Arzt oder einer Klinischen Psychologin/einem Klinischen Psychologen diagnostiziert worden sein.

Weiters muss eine Familie sozial benachteiligt sein, um finanzielle Unterstützung in Anspruch nehmen zu können. Das bedeutet, dass das Haushaltseinkommen der Familie unter einer bestimmten Grenze liegt, sodass die Bewältigung der Therapiekosten nicht zumutbar ist.

Eine finanzielle Unterstützung durch Seelenpflaster erfolgt auch nur dann, wenn unmittelbar kein kassenfinanzierter Platz zur Verfügung steht.




Wie stellt Seelenpflaster fest, ob meine Familie „sozial benachteiligt“ ist?


Wenn deine Familie derzeit eine der folgenden Beihilfen erhält, gilt sie für uns als sozial benachteiligt und damit förderungswürdig: Wohnbeihilfe, Schulbeihilfe, Schulveranstaltungshilfe (Bezug im laufenden Kalenderjahr), Grundversorgung für hilfs- und schutzbedürftige Menschen, Rezeptgebührenbefreiung, GIS-Gebührenbefreiung. Hier reicht eine Bestätigung über den laufenden Bezug.

Falls keine dieser Beihilfen bezogen wird, berechnen wir anhand der Einkommen aller Familienmitglieder das sogenannte äquivalisierte Nettohaushaltseinkommen (https://www.statistik.at/web_de/statistiken/menschen_und_gesellschaft/soziales/haushalts-einkommen/index.html). Liegt die Familie unter dem durchschnittlichen äquivalisierten Nettohaushaltseinkommen des Vorjahres in Österreich, so gilt sie für uns als sozial benachteiligt. Zu Einkommen zählen folgende: Gehälter, Wochengeld, Kinderbetreuungsgeld, Kindes- und Ehegattenunterhalt, Arbeitslosengeld, Sozialhilfe/Mindestsicherung, Notstandshilfe, weitere Einkünfte (z.B. Mieten). Zur Berechnung ziehen wir die Kontoumsatzlisten der letzten drei Monate heran.

Zusätzlich führen wir in der Regel ein persönliches Gespräch, um den Bedarf zu klären. Dieses persönliche Gespräch kann entfallen, wenn ihr über eine andere Institution zu uns kommt.




Welche Unterlagen muss ich vorweisen, um Förderung zu erhalten?


Die Unterlagen, die vorgewiesen werden müssen, sind im Unterstützungsantrag aufgelistet. Diesen findest du hier.




Was muss ich tun, um eine finanzielle Unterstützung von Seelenpflaster zu erhalten?


Du bzw. deine Eltern müssen den Unterstützungsantrag ausfüllen und mit allen notwendigen Unterlagen auf dem Postweg an uns schicken bzw. zum persönlichen Gespräch mitbringen. Am besten du rufst an oder meldest dich per E-Mail, um einen Termin für das persönliche Gespräch zu vereinbaren.

Den Unterstützungsantrag findest du hier.





Datenschutz

Werden die Daten vertraulich behandelt?


Persönliche Daten, die beim Ausfüllen von Formularen bekannt gegeben werden, unterliegen dem Schutz der DSGVO. Alle Daten werden streng vertraulich behandelt. Die gespeicherten Daten werden zur reibungslosen Bearbeitung deiner Spende, zur Mitgliederverwaltung oder für die Abwicklung von Unterstützungsleistungen verwendet. Seelenpflaster verkauft keine persönlichen Daten und überlässt sie auch sonst keinen Dritten, außer dies ist für den jeweiligen Zweck notwendig (z.B. bei positivem Unterstützungsantrag).

Gesundheitsdaten, die wir durch Antragsteller*innen zur Bearbeitung des Ansuchens erhalten, stellen eine besondere Kategorie personenbezogener Daten dar. Diese werden ausschließlich mit expliziter Einwilligung verarbeitet. Seelenpflaster führt diese Akten nur in Papierform, welche sicher in einem versperrten Schrank aufbewahrt werden. Gesundheitsdaten, welche uns digital erreichen, werden unmittelbar gelöscht.

Nähere Informationen findest du unter dem eigenen Punkt „Datenschutz“.

Die Vorstandsmitglieder haben sich außerdem einer eigenen Geheimhaltungsverpflichtung unterworfen.




Gibt es ein Naheverhältnis zu anderen Personen oder Unternehmen?


Transparente Geschäftsbeziehungen sind uns ein Anliegen. Wir vermitteln keine Therapieaufträge an uns nahestehende Personen. Es besteht kein Naheverhältnis zu Unternehmen, die monetär profitieren könnten. Seelenpflaster ist ein überparteilicher und unabhängiger Verein.

Die Vorstandsmitglieder haben sich außerdem einer eigenen Compliance-Erklärung unterworfen.